Nach dem Abi waren die Butenplöner noch uninteressant

Kurz nach dem einigermaßen bestandenen Abi war man plötzlich Butenplöner und konnte damit gar nicht so recht was anfangen. Auf dem Butenplönerball (damals im Rittersaal) waren die alten Butenplöner irgendwie uninteressant, und mit 18 Jahren hatte man ohnehin ganz andere Sorgen und Pläne. Und von der Schule, auch wenn es schön war, erstmal genug. Und von den meisten Lehrern sowieso. Also austreten und das eigene, erwachsene Leben mit Anlauf beginnen.

Über die Jahre verändert sich die Schule, die Erinnerungen aber nicht. Lehrer kommen, viele gehen, und der Wunsch nach ein bisschen Beständigkeit kommt nach und nach in einer Welt, die sich immer schneller dreht und immer verrückter wird. Deshalb bin ich wieder in den Verein eingetreten, nicht zuletzt, weil ich mir ein Weiterbestehen des SCHEINWERFERS erhoffe, den ich über Jahre mitgestaltet habe.

Wenn ich heute über den sich haarsträubend verändernden Schulhof mit den schlimmen neuen Gebäuden gehe, freue ich mich über ein Wiedersehen mit einigen meiner Lehrer im Herbst, mit alten Freunden und anderen noch immer existierenden Kuriositäten, die mir das Gefühl geben, dass sich nicht alles immer nur verändert. Ein paar Menschen und Dinge bleiben. Das bedeutet ein Stück Beruhigung für den jungen Mann, der auf die 50 zugeht.

Über die Aktivitäten in sozialen Netzwerken bleibe ich immer ein kleines bisschen am Ball und ein kleines bisschen im schönen Plön. Kiel ist zwar keine Weltreise weg, aber was zieht einen schon nach Plön, wenn die Schule erstmal vorbei ist?

Kommunikation ist wichtig, und über Facebook fühle ich mich gut informiert. Meine Fragen werden beantwortet, und so bleibe ich immer ein bisschen Plöner. Und komme ab jetzt jeden Herbst zum Fest. Versprochen!