Iris Berben flog dreimal von der Schule – auch vom Plöner Internat

Für die einen ist es ein alter Hut, für die anderen nur ein Gerücht: In den 60er Jahren besuchte die deutsche Schauspielerin Iris Berben, damals natürlich noch völlig unbekannt, das Plöner Internat und das Gymnasium. Aber nicht lange.

Dort wurde sie im Alter von 15 Jahren zum schönsten Mädchen gekürt (mit 50 zur erotischsten Frau Deutschlands). Wenig später flog sie vom Internat, nicht das einzige Mal. 

Insgesamt wurde die Schauspielerin ganze drei Mal von der Schule verwiesen. Mit 17 Jahren hat sie kein Internat mehr aufgenommen, kurz darauf hat sie die Schule komplett hingeschmissen.

Sie selbst sagt von sich, sie sei kein einfaches Kind gewesen. Aber große Verfehlungen seien es nicht gewesen, die sie sich geleistet habe. Doch für die Zeit, in der das alles passierte, doch zu viel: “Es war ja alles sehr streng, konservativ und verkrustet.” Und wie sie dem Magazin “Focus-Schule” sagte: “Die Lehrer kamen nicht mit mir zurecht. Ich hatte keine Angst vor ihnen. Das war nicht normal in einer Zeit voller Hierarchien und Sprachlosigkeit.”

Allerdings sieht die Schauspielerin den fehlenden Abschluss und die daraus resultierenden Ängste auch als Antriebsfeder im Leben. Vielleicht war ja gerade die Durchsetzungskraft, die sie als Jugendliche beweisen musste, auch ein Grund für ihren Erfolg.

Berben ist heute eine der erfolgreichsten deutschen Schauspielerinnen, ihre Arbeit wurde mit Preisen und Auszeichnungen wie Bambi oder Bundesverdienstkreuz geehrt.

Sie sieht sich allerdings nicht als Vorbild und warnt alle Jugendlichen, die “keine Lust auf Schule” haben, vor einem vorzeitigen Abbruch: “Schüler, die keinen Schulabschluss haben, werden von der Gesellschaft fallen gelassen und haben kaum Aussichten auf einen Beruf.”

Quellen: sueddeutsche.de, rp-online.de, Foto: dpa