Kim Dotcom – König der Raubkopierer

Berühmtheit erreichte Kim Schmitz alias “Kim Dotcom” mit dem Skandal um die Internetplattform Megaupload, mit dem er allein im Jahr 2010 an die 42 Millionen verdient haben soll.

2012 war Schluß: US-Ankläger warfen ihm Copyright-Betrug im großen Stil vor, der Dienst wurde im Zuge von Ermittlungen des FBI abgeschaltet und Vereinigten Staaten beantragten seine Auslieferung.

Seitdem kämpfte Schmitz gegen seine Auslieferung. 2017 hatte ein Gericht in seiner Wahlheimat Neuseeland befunden, daß er ausgeliefert werden darf. Der Megaupload-Gründer war in Berufung gegangen, doch ein neuseeländisches Berufungsgericht bestätigte im Juli 2018 das Urteil , wonach Dotcom ausgeliefert werden könne.

Die mehr als sechsjährige juristische Auseinandersetzung ist damit aber noch nicht zu Ende. Dotcoms Anwalt Ira Rothken erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass sein Mandant gegen die Entscheidung Berufung beim Obersten Gerichtshof einlegen werde. Sollte er dennoch in die USA ausgeliefert werden, drohen ihm im schlimmsten Fall bis zu 88 Jahre Haft.

Über den Megaupload-Gründer kusiert immer wieder das Gerücht, er sei ein ehemaliger Plöner Gymnasiast. Dies stimmt aber nicht. Laut “Kieler Nachrichten” gibt er zwar an, als Hochbegabter 1991 das Abitur auf dem Internatsgymnasium Schloss Plön erlangt zu haben. Tatsache ist aber, daß er stattdessen die Heinrich-Harms-Hauptschule besuchte und gar keinen Schulabschluß besitzt.

Foto: Robert O’Neill, Lizenz: CC-BY-SA-4.0, Quelle: Wikipedia, faz.net