Spendenaufruf “Mein Brett im Bootshaus”

Spendenaufruf “Mein Brett im Bootshaus”

Holz ist ein guter Baustoff, aber es hält nicht ewig. Der Belag unseres großen Stegs wartet auf eine Erneuerung. Das betrifft auch die Unterkonstruktion. Ein Kostenvoranschlag liegt bei 80.000 Euro. Auch wenn letztlich manches in Eigenarbeit des SRSV e.V. geschehen wird, so müssen zumindest die Unter­kon­struktion und die senkrechten Schürzen durch eine Fachfirma neu verbaut werden. Als Zeitraum dafür sind die diesjährigen Sommerferien geplant.

Der SRSV e.V. will diese Aufgabe alleine übernehmen, ohne die Butenplöner direkt zu belasten. Andererseits heißt das aber auch, dass wir die Idee einer besonderen Spendenaktion gerne unterstützen wollen.

Mein Brett im Bootshaus” soll SRSV-Mitglieder und Butenplöner sowie andere Interessierte dazu animieren, eine Spende für den Steg abzugeben. Und so funktioniert die Aktion:

Butenplöner Tarek Massalme hat eine Zeichnung vom Bootshausgelände mit den betroffenen Stegabschnitten angefertigt. Jedes künftige Brett hat dort eine Kenn-Nummer. Spender können jetzt symbolisch für ein oder mehrere Bretter die Patenschaft übernehmen. Hier können individuelle Erinnerungen eine emotionale Rolle spielen. Hast Du Dich hier ein erstes Mal getraut vom Turm zu springen? Dann wären die Bretter um den Sprungturm ideal.

Achtung: Einige Bretter sind bereits vergeben. Die ersten Bretter wurden schon beim jährlichen Grünkohltreffen des SRSV geordert. Und die älteren Kuttersegler haben sich z.B. schon welche am Kutteranleger gesichert. Aber es sind noch viele übrig!

Letztlich wird es eine große Tafel mit der Stegdarstellung geben, auf der statt der Nummern dann die Namen der Spender stehen werden. Diese wird am Bootshaus angebracht werden. Voraussichtlich bekommen die einzelnen Bretter auch eine Plakette. Mal sehen, was da geht. Natürlich ist diese Patenschaft symbolisch, keiner muss sein Brett regelmäßig pflegen. Dafür können aber Spendenquittungen für alle gewünschten Bretter ausgestellt werden.

Preise: Für folgende Bereiche spendet man pro Brett

  • Bereiche C4, E2, E3 E4:  50,- Euro
  • Bereiche C1, C3:  100,- Euro
  • Bereich  C2:  200,- Euro
  • Bereich D: 400,- Euro

Spenden können auf das Konto des SRSV getätigt werden:

IBAN  DE11 2105 0170 0000 0076 25

Bitte dabei beachten:

  • Bitte um Angabe der gewünschten Brett-Nummern oder ob der Ort egal ist
  • Sollte das gewünschte Brett bereits vergeben sein, wird dafür eines in der Nähe ausgesucht.
  • Auch Spenden ohne „Brettpatenschaft“ sind natürlich möglich.
  • Spendenbescheinigung gewünscht?

Für Fragen steht der 1. Vorsitzende des SRSV-Vorstands Johannes Andresen gerne zur Verfügung.

Jubiläum als Schlusspunkt

Jubiläum als Schlusspunkt

Dass das 50-jährige Jubiläum unseres „Neubaus“ noch gefeiert wird, ist eher unwahrscheinlich. Abgeschlossen und nahezu vergessen steht er noch am Rande des Schulhofes, aber seine Tage sind gezählt.

36 Jahre lang war der “Neubau” mein Unterrichtsgebäude. Ungezählte Unterrichtsstunden in den beiden Bioräumen, jahrelang als Fachleiter verantwortlich für die Biosammlung, Wächter über die “Klaus-Neumann-Gedächtnis-Schublade”, die der Kollege Dr. Neumann vermutlich bei der Einweihung des Gebäudes mit allen für die Fachschaftsorganisation nötigen Utensilien ausgestattet hatte, die ich erbte und weiter nutzen durfte.

Wie lange ist das schon her?! Für die heutigen Schüler und Lehrer wohl ewig, für mich doch irgendwie noch gestern.

1976 war es, als der Neubau eingeweiht wurde, also fast vor 50 Jahren. Ein typischer Bau der Zeit, aus Betonsäulen und dazwischen gehängten Flächen. Ein bisschen wie Lego. Praktisch, weil die Wände austauschbar waren, was letztlich aber wohl nur einmal genutzt wurde. In weiteren 50 Jahren würde er unter Denkmalschutz stehen, aber dann wird er nicht mehr existieren.

1976 lag die Erinnerung an meine eigene Schulzeit gerade mal vier Jahre zurück. Da hatte mein Flensburger Gymnasium schon ein paar Jahre seinen Neubau. Aber die Situation dürfte ähnlich gewesen sein: alte Gebäude, rasch zunehmende Schülerzahlen, kleine überfüllte Klassenräume, fehlende Lehrkräfte, dazu eine Vielzahl neuer Ideen, wie Unterricht zeitgemäßer werden könnte. Zeiten ändern sich, die Probleme bleiben die gleichen.

In meiner Schulzeit in Flensburg gab es “Wanderklassen”, die zeitweise zum Unterricht in eine alte Kasserne wandern mussten, in Plön gab es den Pavillon auf dem Schlossgelände, ein Einfachbau mit zwei Klassenräumen und Dorfschul-Atmosphäre. Er hatte als erster Neubau neben dem Uhrenhaus Platz gefunden. Zwei 5. Klassen hatten hier ihren Unterricht ungestört vom eigentlichen Schulalltag. Eine wunderbar entspannte Enklave, in der die Schüler die Glocke zum Unterrichtsbeginn selbst läuteten.

Diese Enge sollte der Neubau endlich beheben. Gleichzeitig sollte er den Fachunterricht modernisieren: Biologie, Chemie, Physik sowie Kunst und Musik fanden hier besonders eingerichtete Räume mit viel Licht, Technik und Platz für Sammlungen, ein echter Fortschritt. Nur das hypermoderne Sprachlabor war, als ich 8 Jahre später an die Schule kam, bereits Geschichte. Innovationen führen nicht zwangsläufig zum Erfolg.

Ich habe meinen Neubau immer gemocht, nicht besonders schön, aber viel zweckmäßiger als die kleinen Klassenräume im Altbau mit ihren hohen Decken. Ein bisschen hat er sich gewandelt im Laufe der Zeiten: Asbestsanierung, Notfalltreppe außen und ein ökologisches Gründach fallen mir ein, und die Netzanlage auf dem Gründach, weil es zu ökologisch wurde, als die Mövern dort zu brüten begannen. Wie gut hätte man stattdessen im Rahmen des Biounterrichts Mövenbeobachtung betreiben können. Aber wenn sich die Nachbarn beklagen, reagiert die Behörde sofort.

Anfang des Jahrtausend gab es dann teilweise neue Möblierungen. In diesem Rahmen wurde vermutlich zum einzigen Mal das Konzept mit den flexiblen Wänden genutzt. In der Biologie ließ ich ein paar Wände verschieben, was einen kleinen Schülerarbeitsraum brachte und für die Biolehrer einen traumhaften Blick auf Wald und See.

Aus der Anfangszeit des Neubaus haben bis heute ein paar Schätze überlebt: Das große Wandgemälde vor der Biologie, auf dem Schüler zusammen mit Dr. Neumann die Stufen der Evolution akribisch dargestellt haben, die große Baumscheibe mit ihren Jahresringen und vermutlich die Zeichnungen in den beiden Schaukästen im EG-Flur mit dem eindrucksvollen Bild von  Peter Bocks Konfirmation.

Das Bild der Evolution wird wohl leider eine Sackgasse der Evolution sein und weggebaggert werden. Die Baumscheibe wird hoffentlich doch noch ein Blickpunkt in den Fluren des neuen Fachgebäudes werden und das Schicksal von Peter Bock ist ungeklärt. Findet sich da ein Liebhaber?

Noch steht er da, der alte Neubau, abgeschlossen als extraterritoriales Gebiet. Nicht einmal die Schulleitung darf ihn betreten; denn er wird nicht mehr bewirtschaftet. Für so etwas gibt es in Deutschland klare Regeln. Es könnte ja jemand eine Staub-Allergie erleiden und Regress fordern.

Wann der Abbruch geschieht, ist unklar. Es ist die Rede von einer Feuerwehrübung. Andererseits könnte er noch einmal nützlich werden, denn der erste Stock im Altbau steht jetzt auf der Erneuerungsliste. Schauen wir mal. So oder so, eine 50jährige Ära geht zu Ende. Irgendwie schade.

Text und Fotos: Robert “Shorty” Klein

Ausblick: Butenplöner-Treffen 2025

Ausblick: Butenplöner-Treffen 2025

Das bewährte Samstag-Programm am Bootshaus bleibt:

  • 11:00 Uhr Mitgliederversammlung
  • ab ca. 12:30 Uhr: Von 12 bis 12!
  • buntes Leben am Bootshaus, familientauglich
  • Schnacken, Baden, Bootsfahrten, Regatta, Kaffee + Kuchen, Grill bei hoffentlich bestem Wetter
  • abends mit Musik, Lampignon-Fahrt und evtl. auch Tanz

Freitag-Vormittag bleibt der Butenplöner-Vortrag für Oberstufenschüler.

Das wird NEU:

Freitag:

  • Christian Bode, Martin Fonzie Westendorff und Christina Maria Sennack planen eine IWA-Fahrradtour
  • Abends wird es ein Programm an der Schule geben. Derzeit angedacht sind Schulführung, Film oder Fotos von früher in der Aula, kleine musikalische Darbietungen von Schülern, gemütlicher Klönschnack in der neuen Cafeteria.

Sonntag bleibt zur freien Verfügung ohne spezielles Programm.

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