Viel Sonne und wenig Schatten – Nachbericht zum Butenplönertreffen 2024

Viel Sonne und wenig Schatten – Nachbericht zum Butenplönertreffen 2024

Wieder einmal war das Wetter den Butenplönern wohlgesonnen. Bei nur leichtem Wind und viel Sonne konnte unser Bootshausgelände alle seine Trümpfe ausspielen. Da fiel es nur Wenigen auf, dass auch in diesem Jahr wieder der einzige Standort über die 3 Tage blieb.

Der erste Höhepunkt fand allerdings dann doch nicht am Bootshaus statt, sondern in der neuen Aula der Schule. Aber dieses Ereignis war ja auch nicht in erster Linie für die Butenplöner gedacht, sondern eine Veranstaltung von den Butenplönern für die Schülerinnen und Schüler. Nach der mehrjährigen Corona- und Umbau-Pause griffen wir damit unsere Veranstaltungsreihe mit dem etwas sperrigen Titel “Mein beruflicher Werdegang vor dem Hintergrund meiner schulischen Ausbildung am GSP” wieder auf, bei der ein Ehemaliger seine persönliche Entwicklungsgeschichte unserer aktuellen Oberstufe  darlegt. Dies soll den Schülern helfen bei der schwierigen Frage: Erwachsen geworden – und was jetzt?

In diesem Jahr war ein tatsächlicher Stargast eingeladen, der Schauspieler Max Simonischek (Abi 2002), der zur Zeit in Wien lebt und dort am Burgtheater engagiert ist. Zwischendurch spielt er aber auch Hauptrollen in Kinofilmen (z.B. Zwingli) und TV-Produktionen (Hindenburg, Gotthard, Laim). Da er mein einstiger Mini und später Stubi war, war es auch meine Aufgabe, ihm auf der Bühne in einer Art Zwiegespräch seine interessantesten Lebensphasen zu entlocken.

Max erzählte sehr entspannt von seiner Zeit im Internat, dann von seinem Entschluss, doch wie seine Eltern Schauspieler zu werden sowie von den anstrengenden Schritten auf dem Weg dorthin, die letztlich zum Erfolg führten.

Die Schüler und Schülerinnen der 12. und 13. Jahrgangsstufe lauschten gespannt und stellten auch eigene Fragen, wobei natürlich diejenigen aus der Theatergruppe besonders aufmerksam waren. Die zwei Schulstunden waren schnell um, die Zuhörer waren sehr beeindruckt und Max musste dann auch schon wieder los zu seinem Flieger nach Wien.

Um 17:00 Uhr stand ich dann am Lidl-Parkplatz, um interessierte Butenplöner nach Eutin zu fahren. Ziel: die große Modelleisenbahn-Anlage der „Train-Kids“ zu besuchen, die aus den Resten der von 1986 bis 2001 im Plöner Schloss erbauten Anlage entstanden war. Neben dem Bootshaus ist dies eine weitere Einrichtung des Internats, die bis heute weiterlebt, und zwar wie einst als reines Schülerprojekt. Jugendliche bauen seit 2001 an dieser 55 m² großen Anlage, die den Vergleich mit dem Hamburger Wunderland nicht scheuen muss (außer in der Größe natürlich).

Leider blieb ich bei Lidl allein, nur in Eutin tauchte ein einzelner Besucher auf, einer, der einstmals an der Internatsanlage mitgebaut hatte. So wird dieser Programmpunkt wohl im kommenden Jahr mangels Interesse wieder entfallen.

Um 18:00 Uhr startete dann das erste Treffen am Bootshaus, die „Generalprobe“. Schnell fanden sich viele Gäste ein, das vielfältige Murmeln von Stimmen wurde nur unterbrochen von manchen erstaunten Rufen, wenn man nach kurzer Irritation dann doch den einstigen Mitschüler wiedererkannte. Taktvoll unterließ man es dann, den spontanen Gedanken „Mensch, siehst Du aber alt aus“ laut auszusprechen, um nach kurzem Gespräch festzustellen, dass der- bzw. diejenige sich doch gar nicht so stark verändert hatte, wie es rein äußerlich erst schien.

Von ihrem Auftrit bei der Plöner Kulturnacht kamen die Madness-Brothers noch zu uns herunter und zeigten ihre humorvollen, artistischen Sprünge in einer gekonnten Show. So mancher Ehemalige erinnerte sich dabei an seine eigenen Zeiten dort, denn in wechselnder Besetzung beeindruckt diese Gruppe inzwischen auch bereits viele Jahrzehnte ihr Publikum. Ich erinnere mich noch gut an einen Auftritt im Rittersaal, wo die Jungs mit einem Sprung vom Balkon die Show begannen.

Weit nach Mitternacht verließen dann die letzten Gäste das Bootshaus.

Am Samstag um 11:00 Uhr begann dann die Mitgliederversammlung, der förmliche Teil des Wochenendes. Da unser 1. Vorsitzende sich mit Corona zu Hause herumschlug, übernahm der 2. Vorsitzender die Durchführung. Es ging diesmal deutlich entspannter zu als bei den letzten Sitzungen und so konnten wir nach eineinhalb Stunden schließen. Näheres hierzu folgt im Protokoll.

Währenddessen waren die Schülerinnen und Schüler des SRSV schon dabei, die Stühle und Tische aufzubauen, Salate und Kuchen darzubieten, den Würstchengrill anzuwerfen und den Service zu übernehmen. Ohne diese fleißigen Helfer wären diese Tage gar nicht zu stemmen gewesen, und hier dürfen die Butenplöner allen sehr dankbar sein.

Neben den Möglichkeiten, sich zu verpflegen, wurden aber auch Kuttertouren angeboten, man konnte auf Ruderbooten und SUPs über den ruhigen See gleiten oder wie viele der Kinder im Wasser plantschen. Die meisten Butenplöner zogen es allerdings vor, sich in kleinen oder größeren Gruppen über alte und neue Zeiten auszutauschen. Wie in den letzten Jahren hätten wir gerne mehr Lehrer dabeigehabt, aber die tun sich offensichtlich schwer, warum auch immer. Als Oldies waren jedoch Herr Pape und Frau Boos anwesend, welche gleich von ihren einstigen Schülern dicht umlagert waren.

Um 18:00 Uhr wechselte ich hinüber zur Schule. Dieses Mal blieb ich nicht allein. Rund 70 Ehemalige waren dem Angebot für eine Schulführung gefolgt. Wir machten uns auf den Weg durch alle alten und neuen Gebäude des Gymnasiums, wobei sich inzwischen der Anteil der Stellen mit großen Erinnerungswert („das ist ja noch genauso wie vor 30 Jahren“) stark verringert hat. Das ist emotional natürlich bedauerlich (bezüglich des von Schülern einst gestalteten Lateinraums komme ich z.B. auf eine unveränderte Zeit von 30 Jahren, was zeigt, dass Klagen über ständigen Vandalismus nur selten gerechtfertigt sind), aber für den Schulalltag bedeuten diese Veränderungen einen großen Gewinn.

Die meisten Butenplöner waren beeindruckt von den schönen neuen Räumen, kein Vergleich zu den früheren, geradezu winzigen Räumen im Altbau. Dazu kommen vielfach neue elektronische Tafeln sowie (mein ewiger Wunschtraum) Fahrstühle.

Im nächsten Jahr dürften dann letztlich auch Cafeteria und Sporthalle fertig sein, später wird noch im Altbau renoviert und zum Schluss wird der Neubau der 70-er Jahre abgerissen werden (was ich persönlich sehr bedauere) und der Schulhof wird neu gestaltet. Dann werden wir praktisch eine neue Schule haben.

Währenddessen war das große Wiedersehen am Bootshaus weiter in vollem Schwung. Ein Musikanten-Duo brachte eine neue musikalische Note hinein und zu späterer Stunde legten vollbesetzte Kutter zu einer romantischen Lampignonfahrt über den stillen See ab. Nur der aufgehende Vollmond fehlte in diesem Jahr.

Sonntag gegen 11 Uhr trafen sich dann noch einmal rund 20 Leute zum Katerfrühstück. Das Wetter lud ein, sich auf den bequemen Sitzmöbeln bei einem üppigen Frühstück niederzulassen, während die Leute vom SRSV alles wieder aufräumten, abwuschen und entmüllten.

Fazit Sonne:

  • Mit geschätzten 300 – 400 Besuchern war das Wochenende wie in den Jahren zuvor wieder bestens besucht.
  • Die gefühlte Stimmung sowie lauter positive Rückmeldungen zeigen, dass die grundsätzliche Richtung stimmt.
  • Das wesentliche Ziel dieses Treffen bleibt der gemeinsame Austausch.
  • Interne Programmpunkte wie Kutterfahrten bereichern das Konzept.
  • Der SRSV füllt das Bootshaus mit Leben.
  • Die Schulführung bietet den wichtigen Bezug zur Schule.
  • Auch der Vortrag bei den Schülern hat sich sehr bewährt.
  • Die MV war positiv konstruktiv.

Fazit Schatten:

  • Bei inzwischen 3 Aktionstagen beginnt die Teilnehmermenge zu zerfasern, manche sind nur Freitag da, nicht Samstag oder umgekehrt. Die Suche nach Bekannten wird dadurch schwieriger.
  • Die Jugendlichen vom SRSV waren als Servicekräfte durch diesen Arbeitsumfang überlastet.
  • Äußere Programmpunkte (Train-Kids, Madness brothers, Musiker) werden eher als störend, weniger als bereichernd empfunden.

Zum nächsten Treffen wird es sicherlich Veränderungen geben. Zeitlich müssen wir uns wieder konzentrieren. Was ist gefragt, auf was kann man verzichten? Was fehlt? Brauchen wir z.B. doch eine Tanzveranstaltung? Sollen wir einen Teil auch wieder in die Schule verlagern? Gibt es weitere Helfer aus den Reihen der Butenplöner? Was ist bei Regen?

Diskutiert mit und schreibe Deine Meinung unten in den Kommetar! Wir sind gespannt.

Weitere Fotos vom Butenplönertreffen 2024 gibt es in unserer Bildergalerie.

Text und Fotos: Robert “Shorty” Klein

Noch mehr Fotos vom Butenplönertreffen 2023

Noch mehr Fotos vom Butenplönertreffen 2023

Vielen Dank an Butenplöner Andreas Fleck, auch “Fleckus” genannt, für die Massen an Fotos von unserem diesjährigen Ehemaligentreffen an unserem Bootshaus. Diese findet Ihr in der Bildergalerie unseres paßwortgeschützten Mitgliederbereichs.

Für diejenigen, die nicht dabei sein konnten und natürlich auch die dabei waren, gibt es einen Nachbericht von Robert “Shorty” Klein.

“Schön war es wieder!” – Nachbericht vom Butenplönertreffen 2023

“Schön war es wieder!” – Nachbericht vom Butenplönertreffen 2023

“Schön war es wieder!” Das war die einhellige Resonanz auf das diesjährige Wochenende. Da können wir uns vom Butenplöner-Vorstand erst einmal entspannt auf die Schultern klopfen. “Gut gemacht!”

Obwohl – dieses Lob müssen wir uns doch wohl bei genauerer Betrachtung mit anderen teilen:

Da war zum Einen erst einmal das Wetter: Leichter Westwind, warme Temperaturen, Sonne und Wolken in optimal abgestimmter Dosierung. Das ideale Am-Seeufer-Draußensitz-Wetter! Und abends als Zugabe ein geradezu märchenhafter Mondaufgang über dem jenseitigen Ufer. So ähnlich hatten wir es ja auch bestellt, aber dass es dann tatsächlich so perfekt wurde …

Und dann waren da zum Anderen natürlich die vielen fleißiger Helfer und Organisatoren des SRSV, die Tische und Bänke aufgestellt hatten, selbstgebackenen Kuchen anboten, Service wie das Servieren und Abwaschen übernahmen sowie Kutterfahrten durchführten. Und wer lange genug blieb, konnte sogar auf einer romantischen Lampionfahrt die nächtliche Plöner Skyline von See her erleben.

Begonnen hatte alles bereits am Freitag abend mit der Generalprobe am Bootshaus, zu der Butenplöner und Gastgeber Philip Kranz zum dritten Mal in Folge eingeladen hatte. Was einst als Biergarten in kleiner Runde begonnen hatte und eher ein Geheimtip war, hat sich mehr und mehr zu einer stark besuchten Vorübung zum Samstag erweitert.

Spontan hatte unser erster Vorsitzender Stefan Wandelt seine alten Beziehungen spielen lassen und die Madness Brothers buchen können. Diese sportliche Gruppe junger Männer bot ein tolles Programm mit waghalsigen Sprüngen, humorvoll präsentiert mit unerwarteten Überraschungen im Rhythmus mitreißender Musik. Viele von ihnen sind aktive Schüler unserer alten Schule und hoffentlich dann auch eines Tages Butenplöner.

Der Samstag begann um 12:00 Uhr mit der üblichen, dafür aber gut besuchten Mitgliederversammlung. Diskussionsfreudig hielten alle Teilnehmer bis nach 14:00 Uhr durch, aber es ging ja auch um wichtige Fragen: Eine Satzungsänderung und ein Antrag zu einem Förderungsfonds standen neben den gewohnten Punkten wie der Rechenschafts- oder Kassenbericht auf dem Programm.

Unsere Rechtsberaterin und Butenplönerin Jessica Weinert hatte angemahnt, man müsse unsere derzeitige Satzung formal den veränderten gesetzlichen Bestimmungen anpassen. Gleichzeitig mußten auch inhaltlich einige Punkte auf den neuesten Stand gebracht werden. Der zweite Vorsitzende Robert “Shorty” Klein erläuterte die einzelnen Veränderungen der Satzung, die dann mit der nötigen Dreiviertel-Mehrheit angenommen wurden.

Ein Vorschlag von Klaus-Dieter “Kicka” Seelig, einen Fonds zur Unterstützung einzelner Schüler am GSP zu gründen , die für einen längeren Austausch ins Ausland gehen wollen, wurde letztlich von der Mitgliederversammlung abgelehnt. Hierbei war wohl ausschlaggebend, dass die Schule dieses Projekt nicht unterstützt, sondern lieber Bedarf in anderen Bereichen gefördert wissen möchte. Grundsätzlich steht hierbei allerdings die Frage im Hintergrund, die sich immer wieder in verschiedenen Zusammenhängen stellt: In welchem Maße wollen wir als Butenplöner einzelne Personen fördern oder eher Maßnahmen, die einem größeren Bereich zugänglich sind? Für beides gibt es gute Argumente. Derzeit sieht der Vorstand seine Aufgabe vorrangig in der Förderung von Maßnahmen, die vielen Schülern zugute kommen.

Positiv ist festzuhalten, dass auch dieses Mal vermehrt junge Butenplöner, sogenannte Juniormitglieder, gekommen sind und sich nicht nur über die Diskussionen während der Mitgliederversammlung in die Vereinsgestaltung einbringen, sondern auch aktiv die Ärmel hochkrempeln. Deutlich wird dies mit der Wahl von Michel Bohle zum dritten Beisitzer im Vorstand. Vor knapp einem Jahr hatte er uns angesprochen, ob und wie er sich in die Vereins- und Vorstandsarbeit einbringen könne, und seitdem tatkräftig unterstützt. Wir freuen uns sehr, Michel in unserem Team begrüßen zu dürfen.

Mit entsprechender Verspätung begann dann der gemütliche Teil der Tages. Die Wiese vor dem Bootshaus füllte sich zusehends. Zum Glück hatte der SRSV rechtzeitig seine neue Langbank fertiggestellt, aber dennoch waren Sitzplätze bald rar. Wir werden wohl den SRSV um die Anschaffung weiterer Bierzeltgarnituren bitten müssen.  Das Wetter war perfekt, die Gespräche waren intensiv und Stefan hatte seine Leidenschaft am Würstchengrill gefunden.

Butenplöner und aktive Schüler fuhren mit den beiden Segelkuttern ein Rennen, wobei das Wort Rennen aufgrund des geringen Windes eher unpassend gewählt ist. Zu einiger Kritik führte dies insofern, als dass manche Anwesenden ungeduldig auf eine eigene Mitfahrmöglichkeit auf einem der Kutter warteten. Schließlich standen dann aber die Kutter auch für Passagierfahrten bis in die Nacht hinein zur Verfügung. Sieger wurde übrigens die Butenplöner-Mannschaft.

Kurzfristig ins Programm genommen, gab es um 18:00 Uhr eine Schulführung mit Shorty. Vor dem Haupteingang hatte sich eine große Menschentraube gebildet, die schon die Prinzenstraße blockierte, als er eintraf. Es gab aber auch viel Neues zu sehen. Von der alten Schule war nur noch wenig aufzufinden: der untere Flur, wenige Klassenräume und die alte Aula. Besonders der 2.Stock beeindruckte die Besucher mit seinen völlig neu gestalteten Räumen in gediegener wohnlicher Atmosphäre. Ein Blick in die Vergangenheit gewährte noch der alte Neubau aus den 70-er Jahren, aus dem zwar alle Fachgruppen bereits ausgezogen sind, der aber derzeit noch Platz für Klassenräume bietet.

Seit drei Jahren neu steht das moderne Fachgebäude mitten auf dem Platz, das äußerlich sicherlich gewöhnungsbedürftig ist, innerlich aber mit viel Raum optimal auf die Naturwissenschaften und die Kunst abgestimmt ist. Schließlich ging es noch in die neue Aula, die derzeit wieder als Sporthalle dienen muss, und in die alte Sporthalle, die vorübergehend Lager für Baumaterial ist. Zum Schluss des Rundgangs konnten alle noch einen Blick in den allerneuesten Neubau werfen, der seiner Fertigstellung zum Winter hin entgegensieht.

Wieder am Bootshaus zurück, wurde es erneut voll, die gemeinsamen Gespräche setzten sich bis nach Mitternacht fort, wobei die erwähnte Lampionfahrt noch ein Highlight bot.

Der Morgen danach war dann dem Aufräumen gewidmet, mit Frühstück für die wenigen treuen Helfer. Auf dann, bis zum 6. – 8. September 2024! Oder vielleicht, mit der einen oder anderen Initiative, schon früher.

Mehr Fotos vom Butenplönertreffen 2023 gibt es in unserer Bildergealerie (Login erforderlich).

Text und Fotos: Robert “Shorty” Klein, weitere Fotos: Hannes Stenkamp

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