1951 von ehemaligen Schülern des Plöner Internats gegründet, bildet sie den Zusammenschluß ehemaliger Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeiter des Gymnasium Schloss Plön sowie des früheren Internats.
Und wieder gab es im Juli sechs erfolgreiche Musical-Aufführungen am GSP. Zahlreiche Mitwirkende zauberten eine eindrucksvolle Show auf die Bühne in der Neuen Aula.
“Sehnsucht” war der Leitgedanke des diesjährigen Musicals der Theater-AG am Gymnasium. In der rund dreistündigen Vorstellung zeigten die Schülerinnen und Schüler, welche ungeahnten Gesangs- , Tanz- und Schauspieltalente in ihnen geweckt worden waren. Da war der Abstand zu einem professionellen Ensemble kaum noch wahrzunehmen.
Insgesamt standen 30 Mitwirkende auf der Bühne, darunter einige “Stars“ mit beeindruckenden Solopartien und Duetten. 30 weitere Schüler/innen verstärkten als Chor die stimmliche Vielfalt, 7 Musiker sorgten für die instrumentale Grundlage, rund 30 weitere Aktive engagierten sich in Bühnenbau, Licht- und Soundtechnik, Kostüme und Choreographie. Insgesamt waren also rund 100 Mitwirkende an diesem Spektakel mit außergewöhnlichem Einsatz beteiligt.
Dabei ist die Tradition des Theaters an unser Schule schon lang. Als ich vor 40 Jahren an die Schule kam, waren es vielbeachtete Schauspiele unter der Leitung von Dr. Böhnke, die mich als jungen Kollegen stark beeindruckten. Vor vielen Jahren wurde dann das erste Musical inszeniert, und so wurden neben den schauspielerischen Talenten auch neue Gesangstalente entdeckt. Für mich ist es jedes Mal erstaunlich, mit welchem Mut und mit welcher Professionalität die jungen Sängerinnen und Sänger hier auftreten.
Aber auch die “Leute im Hintergrund”, Beleuchter, Techniker, Bühnenbauer usw., zeigen dabei ihr professionelles Können. Mit den Jahren hat sich dabei ein Stamm aufgebaut, der mit seinen Aufgaben wächst und seine Erfahrungen dabei an die nächste Generation weitergibt. Das ist Schule in ihrem besten Sinne.
Die Butenplöner freuen sich immer wieder über ein solch eindrucksvolles Engagement und unterstützen gerne notwendige Anschaffungen, wie zuletzt ein neues Schlagzeug oder Mikrofone.
Am 27. Juni 2025 fand die feierliche Überreichung der Abiturzeugnisse wie schon im letzten Jahr wieder im Rittersaal des Plöner Schlosses statt.
Es war nicht so wie in alten Zeiten. Das Plöner Schloss ist nicht mehr dasselbe wie zu Internatszeiten. Aber dennoch waren es wieder feierliche Momente im Rittersaal des Plöner Schlosses, als die 68 Abiturientinnen und Abiturienten des 2025er Jahrgangs in Dreiergruppen aufgerufen wurden und ihre Abiturzeugnisse in die Hand nehmen durften.
Zuvor hatte es kurze Reden von Schulleiterin, Stadtvertreter, Elternbeirat und Butenplönervertreter gegeben sowie dann die ausführlicheren von zwei Schülerinnen (Sina Rathje und Melissa Walzberg) und Lehrer Prof. Dr. Detlev Kraack. Die Intensität der Reden ließ deutlich werden, welch wichtiger Lebenseinschnitt dieser Tag für die Schülerinnen und Schüler ist.
Zwischen den Reden zeigten einzelne Abiturientinnen und Abiturienten ihre Talente in musikalschen Darbietungen: Sina Rathje, Chris Hinze, Paulina Lichtner und Adrian Bodendorff. Zum Abschluss wurden noch verschiedene Buchpreise für besondere Leistungen verteilt. Zum Abschlussfoto trafen dann alle noch einmal im Schlosshof zusammen.
Auch dieses Jahr bekamen alle Abiturient/innen das Butenplöner-Starter-Kit überreicht. Mit der Möglichkeit zu einer kostenlosen Schnuppermitgliedschaft, der sog. Juniormitgliedschaft, laden wir den Nachwuchs ein, Mitglied bei uns zu werden.
Die Butenplöner gratulieren und wünschen allen Abis nur das Beste für ihre Zukunft!
Wer heute nach einigen Jahren Abstand unsere Schule betritt, kommt sich schnell fremd vor. Von der Prinzenstraße her gesehen wirkt alles fast wie immer. Zwar ist die alte Umgrenzungsmauer schon vor einigen Jahren einer Hecke gewichen und viele Fenster wurden erneuert, aber der Altbau bietet insgesamt noch das alte über Jahrzehnte unveränderte Bild.
Dieser Eindruck ändert sich abrupt, wenn man am Gebäude vorbei den Schulhof betritt. Parallel zum Altbau erstreckt sich seit 2020 das neue Fachgebäude, optisch an ein Parkhaus erinnernd, das den alten „Neubau“ ersetzt. Letzterer steht zwar noch an seinem Platz, seine Tage aber sind gezählt.
Auch wenn das neue Fachgebäude von außen etwas gewöhnungsbedürftig wirkt, überzeugt das Innere durchaus: große helle Räume, moderne Einrichtungen mit digitalen Tafeln, genug Platz für die wissenschaftlichen Sammlungen. In diesem Haus finden wir Fachräume für Kunst, Biologie, Chemie und Physik sowie zusätzliche Klassenräume. Saubere WC-Anlagen zeigen zudem deutlich, dass auch hier Fortschritt möglich ist.
Diese auf den ersten Blick auffälligste Veränderung ist aber längst nicht das Neueste. Ein Stück weiter an der kaiserlichen Turnhalle vorbei, die schon vor vielen Jahren in die neue Aula umgewandelt wurde, gelangen wir zum neuesten Neubau, der im letzten Sommer eingeweiht wurde. Dort, wo sich die alte Sporthalle und die relativ neue Cafeteria befanden, steht jetzt ein dreistöckiger Neubau. Während die Cafeteria tatsächlich weichen musste und jetzt im Erdgeschoss des Neubaus neu eingerichtet wurde, existiert die Sporthalle nur wenig verändert weiter hinten. In den beiden oberen Stockwerken des Neubaus finden wir großzügige Klassenräume und viel Freiraum auf den Fluren.
Zurück geht es vorbei am Zugang zu dem jetzt schon alten Bau der neue Sporthalle mit den angehängenden Musikräumen. Der graue Bau, der nach seiner Errichtung für viel Diskussion sorgte, weil er als großer Kasten den Schulhof dominierte, ist inzwischen fast unscheinbar in den Hntergrund geraten. Es ist doch alles relativ.
Der Schulhof ist im Verhältnis zu früher deutlich geschrumpft und noch nicht in seinem endgültigen Zustand. Hier sind Veränderungen zu erwarten, wenn der alte Neubau abgerissen wird. Schließlich soll der Platz wieder seinen Ruf als schönster Schulhof des Landes zurückerhalten. Immerhin sind Wäldchen und See noch da und bilden weiterhin für die jüngeren Jahrgänge den Lieblings-Pausenraum.
Um die letzten Neuerungen zu entdecken, müssen wir uns jetzt noch in den Altbau begeben. Denn auch hier hat sich viel getan. Unten haben sich nur Details verändert. Aber im zweiten Stock gelangen wir in eine ganz neue Welt: Teppichboden, edle Holzeinfassungen, große Klassenräume, verschiebbare Wände für flexible Raumaufteilungen, neue WC-Anlagen und ein Fahrstuhl, der schwerbeladene Lehrer und gehbehinderte Schüler aufwärts tragen kann.
Alles in allem ist die Schule also runderneuert. Ein paar Stellen warten noch: Erdgeschoss und 1. Stock im Altbau sowie der Schulhof stehen noch auf der Liste. Dann ist fast nichts mehr so wie 1984, als ich meine Lehrerzeit in Plön begann. Aber das ist ja auch schon über 40 Jahre her. Wie doch die Zeit vergeht! Und wenn ich so in den Spiegel schaue, denke ich manchmal, dass mir auch mal so eine Runderneuerung gut täte. Aber da sind Gebäude im Vorteil uns gegenüber. Es sei denn, sie werden abgerissen wie der alte Neubau. Nein – da möchte ich dann doch nicht tauschen. Denn da habe ich heute schon mehr Jahre geschafft, wie er sie wohl nicht mehr erreichen wird.
Dass das 50-jährige Jubiläum unseres „Neubaus“ noch gefeiert wird, ist eher unwahrscheinlich. Abgeschlossen und nahezu vergessen steht er noch am Rande des Schulhofes, aber seine Tage sind gezählt.
36 Jahre lang war der “Neubau” mein Unterrichtsgebäude. Ungezählte Unterrichtsstunden in den beiden Bioräumen, jahrelang als Fachleiter verantwortlich für die Biosammlung, Wächter über die “Klaus-Neumann-Gedächtnis-Schublade”, die der Kollege Dr. Neumann vermutlich bei der Einweihung des Gebäudes mit allen für die Fachschaftsorganisation nötigen Utensilien ausgestattet hatte, die ich erbte und weiter nutzen durfte.
Wie lange ist das schon her?! Für die heutigen Schüler und Lehrer wohl ewig, für mich doch irgendwie noch gestern.
1976 war es, als der Neubau eingeweiht wurde, also fast vor 50 Jahren. Ein typischer Bau der Zeit, aus Betonsäulen und dazwischen gehängten Flächen. Ein bisschen wie Lego. Praktisch, weil die Wände austauschbar waren, was letztlich aber wohl nur einmal genutzt wurde. In weiteren 50 Jahren würde er unter Denkmalschutz stehen, aber dann wird er nicht mehr existieren.
1976 lag die Erinnerung an meine eigene Schulzeit gerade mal vier Jahre zurück. Da hatte mein Flensburger Gymnasium schon ein paar Jahre seinen Neubau. Aber die Situation dürfte ähnlich gewesen sein: alte Gebäude, rasch zunehmende Schülerzahlen, kleine überfüllte Klassenräume, fehlende Lehrkräfte, dazu eine Vielzahl neuer Ideen, wie Unterricht zeitgemäßer werden könnte. Zeiten ändern sich, die Probleme bleiben die gleichen.
In meiner Schulzeit in Flensburg gab es “Wanderklassen”, die zeitweise zum Unterricht in eine alte Kasserne wandern mussten, in Plön gab es den Pavillon auf dem Schlossgelände, ein Einfachbau mit zwei Klassenräumen und Dorfschul-Atmosphäre. Er hatte als erster Neubau neben dem Uhrenhaus Platz gefunden. Zwei 5. Klassen hatten hier ihren Unterricht ungestört vom eigentlichen Schulalltag. Eine wunderbar entspannte Enklave, in der die Schüler die Glocke zum Unterrichtsbeginn selbst läuteten.
Diese Enge sollte der Neubau endlich beheben. Gleichzeitig sollte er den Fachunterricht modernisieren: Biologie, Chemie, Physik sowie Kunst und Musik fanden hier besonders eingerichtete Räume mit viel Licht, Technik und Platz für Sammlungen, ein echter Fortschritt. Nur das hypermoderne Sprachlabor war, als ich 8 Jahre später an die Schule kam, bereits Geschichte. Innovationen führen nicht zwangsläufig zum Erfolg.
Ich habe meinen Neubau immer gemocht, nicht besonders schön, aber viel zweckmäßiger als die kleinen Klassenräume im Altbau mit ihren hohen Decken. Ein bisschen hat er sich gewandelt im Laufe der Zeiten: Asbestsanierung, Notfalltreppe außen und ein ökologisches Gründach fallen mir ein, und die Netzanlage auf dem Gründach, weil es zu ökologisch wurde, als die Mövern dort zu brüten begannen. Wie gut hätte man stattdessen im Rahmen des Biounterrichts Mövenbeobachtung betreiben können. Aber wenn sich die Nachbarn beklagen, reagiert die Behörde sofort.
Anfang des Jahrtausend gab es dann teilweise neue Möblierungen. In diesem Rahmen wurde vermutlich zum einzigen Mal das Konzept mit den flexiblen Wänden genutzt. In der Biologie ließ ich ein paar Wände verschieben, was einen kleinen Schülerarbeitsraum brachte und für die Biolehrer einen traumhaften Blick auf Wald und See.
Aus der Anfangszeit des Neubaus haben bis heute ein paar Schätze überlebt: Das große Wandgemälde vor der Biologie, auf dem Schüler zusammen mit Dr. Neumann die Stufen der Evolution akribisch dargestellt haben, die große Baumscheibe mit ihren Jahresringen und vermutlich die Zeichnungen in den beiden Schaukästen im EG-Flur mit dem eindrucksvollen Bild von Peter Bocks Konfirmation.
Das Bild der Evolution wird wohl leider eine Sackgasse der Evolution sein und weggebaggert werden. Die Baumscheibe wird hoffentlich doch noch ein Blickpunkt in den Fluren des neuen Fachgebäudes werden und das Schicksal von Peter Bock ist ungeklärt. Findet sich da ein Liebhaber?
Noch steht er da, der alte Neubau, abgeschlossen als extraterritoriales Gebiet. Nicht einmal die Schulleitung darf ihn betreten; denn er wird nicht mehr bewirtschaftet. Für so etwas gibt es in Deutschland klare Regeln. Es könnte ja jemand eine Staub-Allergie erleiden und Regress fordern.
Wann der Abbruch geschieht, ist unklar. Es ist die Rede von einer Feuerwehrübung. Andererseits könnte er noch einmal nützlich werden, denn der erste Stock im Altbau steht jetzt auf der Erneuerungsliste. Schauen wir mal. So oder so, eine 50jährige Ära geht zu Ende. Irgendwie schade.