“Schön war es wieder!” – Nachbericht vom Butenplönertreffen 2023

“Schön war es wieder!” – Nachbericht vom Butenplönertreffen 2023

“Schön war es wieder!” Das war die einhellige Resonanz auf das diesjährige Wochenende. Da können wir uns vom Butenplöner-Vorstand erst einmal entspannt auf die Schultern klopfen. “Gut gemacht!”

Obwohl – dieses Lob müssen wir uns doch wohl bei genauerer Betrachtung mit anderen teilen:

Da war zum Einen erst einmal das Wetter: Leichter Westwind, warme Temperaturen, Sonne und Wolken in optimal abgestimmter Dosierung. Das ideale Am-Seeufer-Draußensitz-Wetter! Und abends als Zugabe ein geradezu märchenhafter Mondaufgang über dem jenseitigen Ufer. So ähnlich hatten wir es ja auch bestellt, aber dass es dann tatsächlich so perfekt wurde …

Und dann waren da zum Anderen natürlich die vielen fleißiger Helfer und Organisatoren des SRSV, die Tische und Bänke aufgestellt hatten, selbstgebackenen Kuchen anboten, Service wie das Servieren und Abwaschen übernahmen sowie Kutterfahrten durchführten. Und wer lange genug blieb, konnte sogar auf einer romantischen Lampionfahrt die nächtliche Plöner Skyline von See her erleben.

Begonnen hatte alles bereits am Freitag abend mit der Generalprobe am Bootshaus, zu der Butenplöner und Gastgeber Philip Kranz zum dritten Mal in Folge eingeladen hatte. Was einst als Biergarten in kleiner Runde begonnen hatte und eher ein Geheimtip war, hat sich mehr und mehr zu einer stark besuchten Vorübung zum Samstag erweitert.

Spontan hatte unser erster Vorsitzender Stefan Wandelt seine alten Beziehungen spielen lassen und die Madness Brothers buchen können. Diese sportliche Gruppe junger Männer bot ein tolles Programm mit waghalsigen Sprüngen, humorvoll präsentiert mit unerwarteten Überraschungen im Rhythmus mitreißender Musik. Viele von ihnen sind aktive Schüler unserer alten Schule und hoffentlich dann auch eines Tages Butenplöner.

Der Samstag begann um 12:00 Uhr mit der üblichen, dafür aber gut besuchten Mitgliederversammlung. Diskussionsfreudig hielten alle Teilnehmer bis nach 14:00 Uhr durch, aber es ging ja auch um wichtige Fragen: Eine Satzungsänderung und ein Antrag zu einem Förderungsfonds standen neben den gewohnten Punkten wie der Rechenschafts- oder Kassenbericht auf dem Programm.

Unsere Rechtsberaterin und Butenplönerin Jessica Weinert hatte angemahnt, man müsse unsere derzeitige Satzung formal den veränderten gesetzlichen Bestimmungen anpassen. Gleichzeitig mußten auch inhaltlich einige Punkte auf den neuesten Stand gebracht werden. Der zweite Vorsitzende Robert “Shorty” Klein erläuterte die einzelnen Veränderungen der Satzung, die dann mit der nötigen Dreiviertel-Mehrheit angenommen wurden.

Ein Vorschlag von Klaus-Dieter “Kicka” Seelig, einen Fonds zur Unterstützung einzelner Schüler am GSP zu gründen , die für einen längeren Austausch ins Ausland gehen wollen, wurde letztlich von der Mitgliederversammlung abgelehnt. Hierbei war wohl ausschlaggebend, dass die Schule dieses Projekt nicht unterstützt, sondern lieber Bedarf in anderen Bereichen gefördert wissen möchte. Grundsätzlich steht hierbei allerdings die Frage im Hintergrund, die sich immer wieder in verschiedenen Zusammenhängen stellt: In welchem Maße wollen wir als Butenplöner einzelne Personen fördern oder eher Maßnahmen, die einem größeren Bereich zugänglich sind? Für beides gibt es gute Argumente. Derzeit sieht der Vorstand seine Aufgabe vorrangig in der Förderung von Maßnahmen, die vielen Schülern zugute kommen.

Positiv ist festzuhalten, dass auch dieses Mal vermehrt junge Butenplöner, sogenannte Juniormitglieder, gekommen sind und sich nicht nur über die Diskussionen während der Mitgliederversammlung in die Vereinsgestaltung einbringen, sondern auch aktiv die Ärmel hochkrempeln. Deutlich wird dies mit der Wahl von Michel Bohle zum dritten Beisitzer im Vorstand. Vor knapp einem Jahr hatte er uns angesprochen, ob und wie er sich in die Vereins- und Vorstandsarbeit einbringen könne, und seitdem tatkräftig unterstützt. Wir freuen uns sehr, Michel in unserem Team begrüßen zu dürfen.

Mit entsprechender Verspätung begann dann der gemütliche Teil der Tages. Die Wiese vor dem Bootshaus füllte sich zusehends. Zum Glück hatte der SRSV rechtzeitig seine neue Langbank fertiggestellt, aber dennoch waren Sitzplätze bald rar. Wir werden wohl den SRSV um die Anschaffung weiterer Bierzeltgarnituren bitten müssen.  Das Wetter war perfekt, die Gespräche waren intensiv und Stefan hatte seine Leidenschaft am Würstchengrill gefunden.

Butenplöner und aktive Schüler fuhren mit den beiden Segelkuttern ein Rennen, wobei das Wort Rennen aufgrund des geringen Windes eher unpassend gewählt ist. Zu einiger Kritik führte dies insofern, als dass manche Anwesenden ungeduldig auf eine eigene Mitfahrmöglichkeit auf einem der Kutter warteten. Schließlich standen dann aber die Kutter auch für Passagierfahrten bis in die Nacht hinein zur Verfügung. Sieger wurde übrigens die Butenplöner-Mannschaft.

Kurzfristig ins Programm genommen, gab es um 18:00 Uhr eine Schulführung mit Shorty. Vor dem Haupteingang hatte sich eine große Menschentraube gebildet, die schon die Prinzenstraße blockierte, als er eintraf. Es gab aber auch viel Neues zu sehen. Von der alten Schule war nur noch wenig aufzufinden: der untere Flur, wenige Klassenräume und die alte Aula. Besonders der 2.Stock beeindruckte die Besucher mit seinen völlig neu gestalteten Räumen in gediegener wohnlicher Atmosphäre. Ein Blick in die Vergangenheit gewährte noch der alte Neubau aus den 70-er Jahren, aus dem zwar alle Fachgruppen bereits ausgezogen sind, der aber derzeit noch Platz für Klassenräume bietet.

Seit drei Jahren neu steht das moderne Fachgebäude mitten auf dem Platz, das äußerlich sicherlich gewöhnungsbedürftig ist, innerlich aber mit viel Raum optimal auf die Naturwissenschaften und die Kunst abgestimmt ist. Schließlich ging es noch in die neue Aula, die derzeit wieder als Sporthalle dienen muss, und in die alte Sporthalle, die vorübergehend Lager für Baumaterial ist. Zum Schluss des Rundgangs konnten alle noch einen Blick in den allerneuesten Neubau werfen, der seiner Fertigstellung zum Winter hin entgegensieht.

Wieder am Bootshaus zurück, wurde es erneut voll, die gemeinsamen Gespräche setzten sich bis nach Mitternacht fort, wobei die erwähnte Lampionfahrt noch ein Highlight bot.

Der Morgen danach war dann dem Aufräumen gewidmet, mit Frühstück für die wenigen treuen Helfer. Auf dann, bis zum 6. – 8. September 2024! Oder vielleicht, mit der einen oder anderen Initiative, schon früher.

Mehr Fotos vom Butenplönertreffen 2023 gibt es in unserer Bildergealerie (Login erforderlich).

Text und Fotos: Robert “Shorty” Klein, weitere Fotos: Hannes Stenkamp

Schon gesehen? Auch 2023 gibt es eine “Generalprobe”

Schon gesehen? Auch 2023 gibt es eine “Generalprobe”

Auch dieses Jahr ist Butenplöner Philip Kranz wieder Gastgeber der “Generalprobe” und lädt Euch alle ein, gemeinsam mit ihm freitags an unserem Bootshaus bei kühlen Getränken, BBQ-Snacks und Musik den Countdown zum Butenplönerfest 2023 zu starten.

Nachbericht vom Butenplönerfest 2022

Nachbericht vom Butenplönerfest 2022

Trotz des reduzierten Programms fanden auch in diesem Jahr wieder mehrere hundert Butenplöner den Weg nach Plön.

Bereits am Freitag-Abend versuchte so mancher, seine Jugend wieder zurückzuholen. Benno-Falk Fuchs, Soltan Soltau, Christian Bode und Kay „Uwe“ Wagner hatten das “Big Apple” für einen Abend wieder revitalisiert, und, obwohl es eigentlich weder der gleiche Raum war, noch es derzeit eigentlich eine Disco in Plön gibt, wurden die alten Erinnerungen alle wieder wach, wie mir am nächsten Tag bestätigt wurde. Für mich selbst als ehemaligem Erzieher gehört diese Einrichtung ja nicht zum Bereich meiner Internatserfahrungen, es sei denn, dass ich dort ab und zu mit strengem Blick aufkreuzte, falls jugendliche Bereichsmitglieder sich dort nun gar nicht mehr losreißen konnten.

Benno jedenfalls war am nächsten Tag hoch zufrieden, und an der Tatsache, dass dort zu später Stunde sogar das Bier ausgegangen war, ist zu ermessen, dass diese Disco wohl mehr als gut besucht war. Zuvor war auch schon am Bootshaus einiges los, sodass die ersten Butenplöner noch mit den letzten Seglern des Tages zusammentrafen.

Der eigentliche Butenplöner-Tag war dann natürlich der Samstag – in diesem Jahr nur am Bootshaus ohne Tanz und ohne Band in der Schule. Wer die Schule einmal besuchte, sah auch warum: Dort befindet sich immer noch die größte Plöner Baustelle. Es besteht aber die Hoffnung, dass zum nächsten Herbst alles wieder nutzbar ist.

Dynamisch ging es zuerst auf der Mitgliederversammlung zu. Ohne dem Protokoll vorgreifen zu wollen, konnte jeder bemerken, dass hier verschiedene Meinungen innerhalb und außerhalb des Vorstands zusammenprallten. Vor allem die Beziehung zum SRSV e.V. stand in der Diskussion sowie die Ausrichtung der Ausgaben der Butenplöner. Diesbezüglich schwirren eine Menge widersprüchlicher Informationen und Meinungen umher, zu denen der Vorstand im Rahmen der Einladung zur nächsten (außerordentlichen) Mitgliederversammlung auch Stellung nehmen wird. Stefan Wandelt und Hannes Stenkamp wurden in ihren Funktionen als Erster Vorsitzender bzw. Beisitzer wiedergewählt. Klaus-Dieter “Kicka” Seelig hingegen erklärte überraschend seinen Rücktritt vom Posten des Kassenwarts. Er bleibt bis zur Neuwahl kommissarisch im Amt. Für Anfang November wird dann der Vorstand zur Neuwahl eine erneute außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen.

Erfreulich ist die Mitgliederentwicklung. Dank intensiver Kontakte von Jugendwart Hannes Stenkamp zu den Abiturienten konnten 54 Neueintritte vom aktuellen Jahrgang verzeichnet werden.

Nach dieser anstrengenden Sitzung begann dann der schöne Teil. Die Sonne schien die meiste Zeit, sodass der frische Ostwind, der frontal auf unser Grundstück bließ, doch einigermaßen erträglich blieb. Die Segler vom SRSV luden zu aufregenden Kuttertouren ein, bei denen die Kränkungsfähigkeit der Schiffe ausgetestet wurde. Rudern hingegen war aufgrund der Brandung eher weniger möglich. Im Gespräch mit den Ehemaligen wurde mir wieder deutlich, wie bedeutsam für ihr Leben doch viele ihre Internatszeit nachträglich betrachten. Dies ist für uns damalige Erzieher natürlich ein besonderes Lob, zumal diese Erfahrung von allen sehr positiv gesehen wird. Sehr schön – wenn auch vielleicht etwas einseitig; denn die, die andere Erfahrungen gemacht haben, sind vermutlich keine Butenplöner geworden.

Aber auch wenn die Internatler natürlich emotional am stärksten beteiligt sind, so waren doch auch viele “Stadtschüler” anwesend, die genauso ihre Erinnerungen austauschten. Besonders erfreulich ist es, dass zunehmend auch junge Leute dabei sind, die gerade erst in den letzten Jahren Abitur gemacht haben. Denn wenn auch der Anteil der Internatler künftig zeitbedingt kleiner werden wird, so schafft unser Bootshaus jetzt mit seinen Gemeinschaftserfahrungen eine neue Generation von Butenplönern, für die diese Gemeinschaft eben mehr ist als nur Schule. Insofern besteht die berechtigte Hoffnung, dass unsere Butenplönervereinigung weiter wächst, dass hier Verbindungen für´s Leben geschmiedet werden und junge Leute für´s Leben wichtige Erfahrungen sammeln.

Das ist es schließlich, was vor über 20 Jahren beim Kauf des Bootshauses im Fokus stand – und was sich heute erfüllt. Doch ich will es hier einmal deutlich sagen: Um dies Wirklichkeit werden zu lassen, bedarf es weiterhin der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem SRSV, denn ohne diesen als Pächter hätten wir nur ein leeres Haus. Und ohne die Butenplöner hätten die Jugendlichen keinen Ort, an dem sie Gemeinschaft leben könnten. Unsere beiden Vereine haben nur gemeinsam miteinander eine Zukunft.

So war dieses Treffen auch ein Zusammenwirken mit dem SRSV: Die Schüler lieferten den Kuchen, besorgten Getränke, erledigten alle Dienste vom Aufbau bis zum Abwasch und luden zu Kutterfahrten ein. Und schon eine Woche zuvor hatten noch mehr von ihnen beim großen Putztag das Gelände zum Glänzen gebracht. Es ist eigentlich schade, dass die meisten Butenplöner nicht das vielfältige Treiben der Segler und Ruderer erleben können, das hier regelmäßig stattfindet. Denn dann würde allen noch viel deutlicher werden, welch großartige Idee es damals war, dieses Bootshaus zu kaufen, und wie wichtig es bleibt, sich dafür zu engagieren.

Gegen Mitternacht zerstreuten sich dann die letzten Gäste in die kühle Nacht. Dabei wurde sie begleitet von den vielen Erinnerungen an stärkende Gespräche und interessante Begegnungen – und dies dürfte noch einige Tage nachgehallt haben.

Text und Fotos: Shorty / Robert Klein (Lehrer / Erzieher seit 1981), Fotos “Big Apple Revival” Christian Bode

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner